In Deutschland leben etwa 6 Prozent der Erwachsenen und 4 Prozent der Kinder mit Asthma. Weltweit waren nach Schätzungen der WHO im Jahr 2023 rund 363 Millionen Menschen betroffen. Asthmasymptome wie Husten, Atemnot, pfeifende Atmung und ein Engegefühl in der Brust können insbesondere nachts auftreten. Ursachen der Beschwerden sind unter anderem eine Entzündung der Atemwege, eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und eine verstärkte Schleimbildung. Dadurch verengen sich die Atemwege, was insbesondere die Ausatmung erschwert. Bei schweren Asthmaanfällen kann dadurch auch die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt werden.
Trockener Husten, Atemnot oder ein Engegefühl im Brustkorb können Anzeichen für Asthma sein. Dabei reagieren die Atemwege besonders empfindlich auf verschiedene Reize, zum Beispiel auf Allergene, kalte Luft, Rauch oder Infekte. Die ärztliche Behandlung sieht die Verordnung von Glukokortikoiden (Kortison) vor. Diese bremsen die Entzündung in den Atemwegen und helfen, Asthmaanfälle zu vermeiden. Kortison hat jedoch einen Haken: Es ist mit einigen Nebenwirkungen verbunden, beispielsweise Knochenschwund.
Ergänzend zur ärztlichen Behandlung kann ein Mikronährstoff-Konzept in Betracht gezogen werden. Ausgewählte Mikronährstoffe können dazu beitragen, den Körper zu unterstützen und Beschwerden zu lindern. Dabei spielen Vitamine, Aminosäuren, Mineralien und bioaktive Pflanzenstoffe eine entscheidende Rolle.
Wie können Mikronährstoffe allergische Atembeschwerden verringern?
Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Zwar ist sie nicht heilbar, mit geeigneten Maßnahmen lässt sie sich aber meist gut kontrollieren. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ballaststoffreichen Lebensmitteln kann sich positiv auf die Asthmakontrolle auswirken.
Zur zuverlässigen Versorgung mit allen lebenswichtigen Stoffen empfehlen sich Vitalstoff-Supplementierungen. Der Bedarf ist bei Asthmatikern oftmals erhöht. Durch die Einnahme ausgewählter und intelligent kombinierter Mikronährstoffe können entzündliche Abläufe im Körper eingegrenzt, freie Radikale neutralisiert und das Immunsystem umfassend unterstützt werden.
Vitamin C und Vitamin D beeinflussen inflammatorische Prozesse günstig. Vitamin C ist außerdem ein Schutzschild vor oxidativem Stress. Vitamin D wirkt in allen Zellen über spezielle Rezeptoren ähnlich wie ein Hormon. Es reguliert die Produktion und Aktivität von Immunzellen und verbessert die Infektabwehr, indem es verschiedene B- und T-Zellen stimuliert. Einige B-Vitamine wie Vitamin B6 haben entzündungshemmende Eigenschaften und sind daher in der Lage, Entzündungsreaktionen in den Atemwegen zu reduzieren, die bei Asthma eine zentrale Rolle spielen.
Auch viele bioaktive („sekundäre“) Pflanzenstoffe, die in Pflanzenextrakten wie Grüntee- oder Traubenextrakt enthalten sind, wirken als Antioxidantien – sie schützen die Zellen vor oxidativem Stress, der Entzündungsreaktionen in den Atemwegen auslösen oder verstärken kann.
Die Aminosäure Arginin entspannt die glatte Muskulatur der Lunge und kann so zur Verringerung von Asthmaanfällen beitragen. Außerdem regt die Aminosäure die Produktion von Kollagen an, das Bindegewebe wird stabilisiert.
Magnesium fördert die Bronchialleistung. Die Bronchien verkrampfen sich bei einem ausgeglichenen Magnesiumspiegel deutlich weniger, es entspannt die Muskulatur der Bronchien und mobilisiert die Lungenfunktion. Auch eine ausreichende Calcium-Zufuhr kann dazu beitragen, die Bronchialmuskulatur zu entspannen und so die bei Asthma auftretende Verengung der Atemwege zu verringern.
Am Dr. Rath Forschungsinstitut* wurde in einer Studie festgestellt, dass die krankheitsauslösende Kontraktion der glatten Muskelzellen unter der Verabreichung einer speziellen Mikronährstoff-Formulierung deutlich gemindert wird. Dabei kommt es auf die Wechselwirkung der einzelnen Mikronährstoffe an. Die Komposition aus Vitamin C, Lysin, Prolin und anderen Vitalstoffen hatte einen synergistischen Effekt.
Was dürfen Asthmatiker nicht essen?
Bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe können bei Menschen mit Asthma Beschwerden verstärken. Dazu gehören insbesondere Sulfite. Sie können beispielsweise in manchen Trockenfrüchten und verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sein. Eine generelle Meidung bestimmter Lebensmittel oder Zusatzstoffe ist jedoch nicht notwendig. Empfehlenswert sind eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ein gesundes Körpergewicht.
Quellen
* Dr. Rath Health Foundation (2017). Mikronährstoff-Synergie bei Asthma. Abgerufen 25.09.2026, von https://www.drrathresearch.org/latest-news/item/31-micronutrient-synergy-can-help-in-asthma.
J. Miyata et al. Role of omega-3 fatty acids and their metabolites in asthma and allergic diseases. Allergol Int. 2015 Jan;64(1):27–34. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25572556/







