Der Nährstoffbedarf von Frauen variiert im Laufe ihres Lebens. Körperliche und psychologische Herausforderungen beanspruchen den weiblichen Organismus beispielsweise während des Menstruationszyklus, während einer Schwangerschaft oder beim Übergang in die Wechseljahre. Eine gesunde Ernährung ist zwar eine gute Gesundheitsvorsorge, doch für Frauen in oder kurz vor den Wechseljahren ist die Wahl der passenden Lebensmittel noch viel entscheidender. Dazu gehört auch die Nahrungsergänzung mit den richtigen Mikronährstoffen. Die Zugabe verschiedener Mineralien, Vitamine und Pflanzenstoffe kann dabei helfen, Wechseljahrsbeschwerden auf natürliche Weise zu lindern. Außerdem können die Herz- und Hirnfunktionen unterstützt, die Muskelmasse verbessert, dem Knochenschwund vorgebeugt und die Stimmung positiv beeinflusst werden.
Was verändert sich in den Wechseljahren?
In der Zeit vor der Menopause werden die meisten Östrogenhormone in den Eierstöcken produziert. Mit Beginn der Wechseljahre nimmt die Östrogenproduktion zunehmend ab und kommt schließlich weitgehend zum Erliegen. Ein Rest Östrogen bleibt im Körper erhalten und erfüllt weiterhin gewebespezifische Funktionen. Typische Beschwerden der Wechseljahre sind Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen oder Gewichtszunahme.
Bei stärkeren Beschwerden wird häufig eine Hormonersatztherapie (HRT) in Betracht gezogen. Dabei werden Hormone zur Linderung der Beschwerden eingesetzt. Die Therapie kann jedoch mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein. Welche Behandlung infrage kommt, sollte daher individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Doch auch darüber hinaus stellt sich die Frage: Was können Frauen selbst tun, um ihren Körper in dieser besonderen Lebensphase zu unterstützen?
Mikronährstoffe als Synergie-Team für Frauen
Nicht nur in den Wechseljahren spielt eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen eine wichtige Rolle. Auch während des Menstruationszyklus, in Schwangerschaft und Stillzeit oder in besonders stressigen Lebensphasen kann der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen erhöht sein.
Eine gezielte Kombination verschiedener Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe kann dabei helfen, den Körper in unterschiedlichen Lebensphasen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
Vitamin B6, Vitamin C und Jod
Besonders interessant für Frauen ist die Kombination aus Vitamin B6, Vitamin C und Jod. Diese Nährstoffe sind unter anderem für die normale Funktion des Nervensystems und des Immunsystems wichtig. Jod ist zudem für die Schilddrüsenaktivität und die normale Produktion von Schilddrüsenhormonen notwendig.
Vitamin E, Vitamin C und Selen
Vitamin E, Vitamin C und Selen gehören zu den antioxidativ wirksamen Mikronährstoffen. Sie schützen die Zellen vor oxidativem Stress.
B-Vitamine für Energie und Homocystein-Stoffwechsel
Die Vitamine B5, B6 und C tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und unterstützen einen normalen Energiestoffwechsel. Vitamin B6, B12 und Folsäure sind außerdem wichtig für einen normalen Homocystein-Stoffwechsel.
Pflanzenstoffe für die Frau
Neben Vitaminen und Mineralstoffen können auch ausgewählte Pflanzenstoffe die Ernährung sinnvoll ergänzen. Bestimmte Pflanzen werden seit Langem traditionell genutzt und enthalten eine Vielzahl natürlicher Inhaltsstoffe. Dazu gehören beispielsweise Wiesenklee, Mönchspfeffer und Rosmarin, die aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung für Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen interessant sein können.

Der Mönchspfeffer (lateinisch Vitex agnus-castus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vitex innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Mönchspfeffer
Mönchspfeffer ist reich an Antioxidantien und anderen Mikronährstoffen und wird mit vielen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Hierzu zählen z. B. die Regulierung des Blutzuckers und Gewichtskontrolle. Mönchspfeffer wirkt sich auch positiv auf das hormonelle Gleichgewicht aus und wird zur Linderung von Symptomen eingesetzt, die im Zusammenhang mit dem weiblichen Monatszyklus, dem prämenstruellen Syndrom und der Menopause auftreten können.
Rosmarin
Rosmarin ist unter anderem bekannt für seine entzündungshemmenden und antiallergischen Wirkungen und sorgt zudem für die Normalisierung von Blutdruck und Blutzuckerspiegel. Auch bei der Gewichtskontrolle spielt Rosmarin eine Rolle. Häufig wird Rosmarin mit weiteren Mikronährstoffen wie Selen kombiniert.
Wiesenklee
Auch Wiesenklee ist als traditionell verwendete Pflanze interessant. Die roten Blüten enthalten natürliche Pflanzenstoffe, darunter Isoflavone, die zu den sogenannten Phytoöstrogenen zählen. Aufgrund dieser besonderen Inhaltsstoffe wird Wiesenklee vor allem im Zusammenhang mit der Frauengesundheit und den Wechseljahren geschätzt. Als Bestandteil einer ausgewogenen Versorgung kann er daher eine interessante Ergänzung für Frauen in dieser Lebensphase sein.
Den Körper in jeder Lebensphase gezielt versorgen
Ob Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Stillzeit oder Wechseljahre: Der Nährstoffbedarf von Frauen verändert sich im Laufe des Lebens. Eine ausgewogene Ernährung bildet dabei die Grundlage. In bestimmten Lebensphasen kann es sinnvoll sein, zusätzlich auf eine gezielte Versorgung mit ausgewählten Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen zu achten.







