Endlich Sommer! Zahlreiche Urlauber zieht es jetzt an die Nord- und Ostsee oder weiter südlich zu den sonnenverwöhnten Küsten des Mittelmeers. Barfuß am Strand spazieren, die Sonne auf der Haut spüren, ins erfrischende Meer eintauchen – für viele ist das Urlaubsglück pur. Doch das Meer hat viel mehr zu bieten als nur Erholung und Spaß: Die salzige Luft befreit die Atemwege, das Schwimmen in den Wellen stärkt Kreislauf und Muskeln – und tief unter der Meeresoberfläche gedeihen Mikroalgen, die uns mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren versorgen. Als Nahrungsergänzung fördern sie nicht nur unsere Gesundheit, sondern leisten auch einen indirekten Beitrag zum Schutz der Ozeane.
Die Heilkraft des Meeres
Urlaub am Meer ist echte Gesundheitspflege! Die frische Seeluft, das sanfte Rauschen der Wellen und das mineralreiche Wasser wirken wie ein natürlicher Reset für den ganzen Körper. Hier fällt es leicht, neue Energie zu tanken und Kraft für den Alltag zu schöpfen. Selbst kleinere und größere Beschwerden können durch das Meeresklima sanft gelindert werden.
Wohltuend für die Atemwege
Am Meer gelangen durch die Brandung und den Wind sogenannte „marine Aerosole“ in die Luft, die wir beim Spaziergang am Strand einatmen. Diese winzig kleinen Wassertröpfchen wirken wie Balsam für die Atemwege: Sie befeuchten die Schleimhäute, fördern die Durchblutung und stärken die Abwehrkräfte – Viren und Bakterien haben so schlechte Karten. Bei bestehenden Atemwegserkrankungen wirkt das Salz in der Luft schleimlösend und kann das Abhusten erleichtern. Vor allem Menschen mit Heuschnupfen oder Asthma profitieren davon. Ein weiterer Vorteil für sie: An der Küste sind Pollen und Reizstoffe deutlich geringer konzentriert als im Landesinneren.
Pflege für die Haut
Beim Aufenthalt in Meeresnähe lagern sich auch auf der Haut Salzkristalle ab. Die winzigen Partikel wirken wie ein Peeling: Sie lösen abgestorbene Hautschüppchen, fördern die Elastizität der Haut und machen sie angenehm geschmeidig. Der Effekt ist beim Baden noch intensiver, denn im Meerwasser liegt das Salz in gelöster Form vor und wird so besonders gut von der Haut aufgenommen.
Dank der entzündungshemmenden Wirkung des Meerwassers werden außerdem Beschwerden bei chronischen Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Psoriasis gelindert, kleinere Wunden heilen schneller. Zudem wirkt Meerwasser antibakteriell und hilft so, Hautunreinheiten wie Akne oder Pickeln vorzubeugen.
Ganzkörpertraining im Meer und am Strand
Schwimmen im Meer ist ein Ganzkörpertraining, das sich sehen lassen kann! Herz, Kreislauf und Muskulatur werden ordentlich gefordert, gleichzeitig entlastet der natürliche Auftrieb im Wasser Gelenke, Bänder und die Wirbelsäule – ideal für alle, die unter Beschwerden im Bewegungsapparat leiden. Der Widerstand des Wassers wirkt wie ein eingebauter Personal Trainer: Er fordert, ohne zu überfordern, und dämpft ruckartige Bewegungen. Gut zu wissen für Meeresfreunde mit Abnehmwunsch: Selbst gemächliches Schwimmen verbrennt überraschend viele Kalorien! Aber auch ein Spaziergang am Strand hat es in sich – das Laufen auf weichem Sand und gegen den Wind regt den Kreislauf an, kräftigt die Muskulatur und trainiert ganz nebenbei auch noch das Gleichgewicht.
Entspannung pur
Wer ans Meer fährt, lässt den Alltag hinter sich – und genau das brauchen wir, um Stress abzubauen. Schon der Blick auf das Meer kann ein Gefühl von Ruhe auslösen und den Kopf frei machen. Auch das Rauschen der Wellen sorgt für Entspannung: Ihr gleichmäßiger Rhythmus hat eine beruhigende Wirkung auf den Geist, baut Stress ab und versetzt den Körper in den Relax-Modus.
Marine Nährstoffe
Wer das Meer liebt, kennt sie nur allzu gut: Algen. Beim Schwimmen können sie zwar mitunter lästig sein, doch lassen Sie sich nicht täuschen: Das „Meeresgemüse“ gehört zu den nährstoffreichsten Naturprodukten, die unser Planet zu bieten hat! Algen sind vollgepackt mit Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen – also mit nahezu allem, was ein gesunder Körper braucht. Kein Wunder, dass Makroalgen – also die größeren Algen, die uns beim Baden im Meer begegnen – längst ihren fest Platz in der gesunden asiatischen Küche haben. Ihre winzigen Verwandten, die Mikroalgen, sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und landen deshalb eher selten direkt auf dem Teller. Trotzdem sind sie für unsere Gesundheit nicht weniger wichtig! Warum das so ist, schauen wir uns später genauer an.
Wer das Meer liebt, muss es auch schützen
So endlos schön das Meer im Urlaub auch erscheinen mag, oft täuscht dieser Eindruck. Denn hinter der idyllischen Kulisse aus glitzernden Wellen und goldenen Sandstränden verbirgt sich eine wachsende Bedrohung für dieses einzigartige Ökosystem.
Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Plastikabfall im Meer, das sich nur langsam zersetzt und Fische, Meeressäuger sowie Seevögel bedroht. Hinzu kommen Schadstoffe aus Landwirtschaft und Industrie, die über Flüsse ins Meer gelangen und die dortigen Lebensräume belasten. Auch die Überfischung hat gravierende Folgen: Werden mehr Fische gefangen, als nachwachsen können, sinken die Bestände. Das gefährdet sowohl die Biodiversität als auch das Gleichgewicht mariner Ökosysteme. Auch die steigenden Wassertemperaturen und die zunehmende Versauerung des Wassers durch eine erhöhte CO₂-Aufnahme setzen dem Meer erheblich zu.
Schon kleine Schritte können helfen, die Schönheit der Meere zu bewahren – sei es durch bewussteren Konsum, den Verzicht auf Einwegplastik oder die Unterstützung von Meeresschutzprojekten. Auch unsere Ernährung hat Einfluss: Wer auf Fisch und Fischöl als Omega-3-Lieferanten verzichtet und stattdessen vegane Alternativen wie omega-3-reiches Mikroalgenöl wählt, schont die Fischbestände und trägt zum Erhalt der Artenvielfalt in den Ozeanen bei. Doch was können Algen eigentlich leisten?
Warum Algen für Meer, Klima und Mensch unverzichtbar sind
Algen mögen zwar nicht die imposante Größe oder Anmut von Walen besitzen, doch wenn es um das Klima und die Gesundheit der Meere geht, sind sie die wahren Schwergewichte. Durch Photosynthese produzieren sie enorme Mengen Sauerstoff und tragen so maßgeblich zur Atemluft unseres Planeten bei. Gleichzeitig entziehen Algen der Atmosphäre CO₂ und speichern es in ihrer Biomasse. Stirbt ein Teil dieser Mikroorganismen ab, sinkt ihre Biomasse in die Tiefsee – mitsamt dem gebundenen Kohlenstoff. Dort kann das Treibhausgas über lange Zeiträume gespeichert werden. So wirken Algen als natürliche Klimapuffer.
Algen sind aber nicht nur für das Klima unverzichtbar, sondern auch für das marine Leben. Ohne sie gäbe es weder Plankton noch die Tiere, die auf sie angewiesen sind. Als Grundlage der Nahrungskette im Ozean ernähren Algen unzählige Meerestiere – vom kleinsten Krill bis zum größten Wal. Größere Algenarten wie Seetang bieten zudem einen Lebensraum für Fische, Krebse und Schnecken, filtern Schadstoffe aus dem Wasser und tragen so zur Verbesserung der Wasserqualität bei.
Mit ihrer hohen Nährstoffdichte sind Algen auch für unsere Ernährung eine wertvolle Bereicherung. Besonders vorteilhaft für Vegetarier und Veganer: Einige Mikroalgenarten sind eine hervorragende pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren, die sonst vor allem in Fisch vorkommen. Wer auf Omega-3-Präparate aus Algenbasis setzt, tut also nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Fischbestände.
Gesünder leben mit den Schätzen des Meeres
Ob in Sushi, Wok-Gerichten, Suppen oder Salaten – Makroalgen wie Kelp, Nori, Wakame und Kombu sind auch bei uns längst beliebte Zutaten, die vielen Gerichten eine gesunde und abwechslungsreiche Note verleihen. Auch Mikroalgen, die früher ausschließlich als Nahrung für Meeresbewohner dienten, halten dank moderner Verarbeitungstechnik zunehmend Einzug in die menschliche Ernährung. Zu den bekanntesten Mikroalgen zählen Spirulina, Chlorella und Schizochytrium. Sie werden gerne als Nahrungsergänzung eingenommen und gelten aufgrund ihrer hochwertigen Inhaltsstoffe als veganes Superfood.
Spirulina und Chlorella liefern pflanzliches Eiweiß, Vitamine und ALA (Alpha-Linolensäure), eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Schizochytrium ist sogar eine „doppelte“ Omega-3-Quelle, da die Mikroalge sowohl DHA (Docosahexaensäure) als auch EPA (Eicosapentaensäure) enthält, wenngleich letzteres in geringeren Mengen. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe der Schizochytrium-Alge sind zum Beispiel Vitamin E, Magnesium, verschiedene Aminosäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe.
Wichtig zu wissen: Wegen ihres hohen Jodgehalts sind Meeresalgen nicht für jeden uneingeschränkt zu empfehlen – besonders nicht für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt eine maximale Tageszufuhr von 0,5 Milligramm Jod. Wer diesen Richtwert einhält, kann vom Verzehr jodhaltiger Algen aber durchaus profitieren. Die Mikroalge Schizochytrium, aus der viele Omega-3-Algenöle gewonnen werden, enthält jedoch kein Jod – und gilt deshalb als unbedenklich auch für Menschen mit empfindlicher Schilddrüse.
Mikronährstoff mit Oho: Omega-3-Fettsäuren
Aber warum brauchen wir überhaupt Omega-3-Fettsäuren? Vor allem EPA und DHA übernehmen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel. Sie beeinflussen entzündliche Prozesse im Körper positiv und sind auch als Bestandteil der Zellmembranen von großer Bedeutung. Dadurch tragen sie zur Gesundheit vieler Organsysteme bei.
Ein großer Teil der Fette in unserem gesamten Nervensystem und im Gehirn besteht aus DHA. Der oft verliehene Titel „Gehirnfettsäure” ist somit durchaus passend für diese Omega-3-Fettsäure. DHA wird in die Membranen der Gehirnzellen eingebaut, wo es für die normale Entwicklung und Funktion der Nervenzellen des Gehirns sorgt. DHA spielt auch eine wichtige Rolle für unsere Augen: Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Netzhaut und trägt somit entscheidend zum Erhalt unserer Sehkraft bei.
Auch unser Herz-Kreislauf-System profitiert von EPA und DHA. Die Omega-3-Fettsäuren verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und stellen sicher, dass selbst die kleinsten Gefäße gut durchblutet sind. Außerdem wirken sie als natürliche Blutverdünner, indem sie die Verklumpung von Blutplättchen verhindern. Auch bei hohen Blutfettwerten können EPA und DHA von Nutzen sein: Sie helfen, erhöhte Triglyceride zu senken und das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin zu verbessern.
Pflanzliche Quellen von Omega-3-Fettsäuren
Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, deckt seinen Omega-3-Bedarf oft mit ALA-reichen pflanzlichen Ölen wie Lein- oder Rapsöl sowie mit Leinsamen und Walnüssen. ALA ist die Vorstufe von EPA und DHA, wird jedoch nur begrenzt in diese biologisch aktiveren Formen umgewandelt. Algen hingegen liefern EPA und DHA direkt und bilden die Grundlage für viele vegane Omega-3-Supplemente. Sie sind nicht nur für Vegetarier und Veganer ideal, sondern auch für alle, die mit der asiatischen Küche wenig anfangen können oder eine nachhaltige, umweltfreundliche Alternative zu Fisch und Fischölkapseln suchen.
Wie Algenöl entsteht
Algenöl wird vor allem aus der Mikroalge Schizochytrium gewonnen, die dafür in speziellen, kontrollierten Aquakulturen gezüchtet wird. Diese bestehen aus aufbereiteten Nährlösungen, die frei von Schadstoffen, Schwermetallen und anderen Verunreinigungen sind. So wird die hohe Qualität des Algenöls von Anfang an sichergestellt. Zudem ist diese Art der Kultivierung besonders nachhaltig und umweltfreundlicher als die Fischölproduktion.
Nach der Ernte wird die Algenmasse zunächst mithilfe von Zentrifugen von überschüssigem Wasser befreit. Anschließend wird sie mechanisch zerkleinert und schonend getrocknet. Erst dann beginnt die eigentliche Algenölgewinnung: Durch Pressung oder spezielle Extraktionsverfahren wird das Omega-3-reiche Öl aus dem getrockneten Material gelöst und schließlich zu Nahrungsergänzungsmitteln weiterverarbeitet. So gelangt die Mikroalge also letztlich auf unseren Speiseplan – wenn auch in Form von Kapseln.
Fassen wir zusammen: Urlaub am Meer ist gesund. Die frische Luft, das salzhaltige Wasser und das beruhigende Rauschen der Wellen wirken heilend auf Körper und Geist. Doch auch die Meeresbewohner, allen voran die Algen, tragen ihren Teil zu unserem Wohlbefinden bei. Wer ihre Vorteile nutzen möchte, ohne die Umwelt zu belasten, kann auf Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Mikroalgen zurückgreifen. Diese werden in nachhaltigen, kontrollierten Aquakulturen gezüchtet und liefern wertvolles Omega-3, das unsere Gesundheit unterstützt – ganz im Einklang mit der Natur.
Referenz
WWF Deutschland. Klima und Meer. Aufgerufen im Mai 2025 unter: https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/klima-und-meer







